Ziele, ProjekteWünsche des Ortsvorstehers an die Stadt Erwitte, vorgetragen bei der Ortsvorsteherbesprechung am 7.7.2011 An die Stadt Erwitte Herrn Bürgermeister Wessel
Besprechung der Ortsvorsteher am Donnerstag, 7. Juli 2011, 17 Uhr, FWGH Schallern Hier: Wünsche und Anregungen der Ortsvorsteher
Sehr geehrter Herr Wessel! Von den 2010 vorgetragenen 10 Wünschen konnten 4 realisiert werden (Spielplatz beim Schulzentrum, Ausbau Sanddornring, Familienzentrum Regenbogen, Umwandlung ehemalige Klinik Mühlenweg). Bei den anderen sechs gibt es zumindest bei einigen gewisse Fortschritte.
Meine Wünsche (alle nur noch aus der Kategorie „notwendig“, tlw. „nützlich“ im Sinne von sinnvoll) beziehen sich auch in diesem Jahr wieder mehr auf den investiven und planerischen Bereich, da die laufenden Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen sowie entsprechende Anregungen und Bitten aus der Bürgerschaft jeweils aktuell mit der Verwaltung und vor allem dem Baubetriebshof abgestimmt werden. In Klammern Angaben darüber, zum wievielten Mal ich den entsprechenden Wunsch bereits bei Ortsvorsteherbesprechungen vortrage.
1. Sicherung des Heilbades, Abbau des Sanierungsstaus bei den Thermen usw. , evtl. Neustrukturierung (2.) Die HST und der Therapiebereich sind von entscheidender Wichtigkeit für unser Heilbad. Wir müssen gemeinsam alles tun, die Einrichtungen in eine gute Zukunft zu führen. Entsprechende Gutachten sind vorgestellt worden. Bessere Transparenz wurde in einem Pressegespräch am 21.6. hergestellt. Mein Wunsch ist, hier mit wichtigen Beteiligten die nächsten Schritte und evtl. Alternativen abzustimmen.
2. Verbesserung der Einkaufssituation in Bad Westernkotten (5.) Durch die Schließung des Edeka-Marktes 2006 an der Leckhausstraße gibt es im Ort nur noch einen Lebensmittelmarkt, der mit 310 m² Verkaufsfläche dauerhaft zu klein ist. Leider konnte eine Vergrößerung des Marktes auch im 2. Anlauf am bestehenden Standort nicht erreicht werden. Jetzt müssen wir uns möglichst auf einen anderen im Sachstandsbericht zu 2009 angesprochenen zentrumsnahen Bereich konzentrieren. Ich bitte die Verwaltung, das Projekt in enger Abstimmung mit dem OV mit sehr hoher Priorität zu forcieren.
3. Entwicklung des „Sport- und Naturpark Hockelheimer Feld“ (5.) Ein gemeinsames Entwicklungskonzept ist am 15.6.09 von den dort ansässigen Sport treibenden Vereinen, den Landwirten, der ABU, dem Forstamt und den Jägern in großer Einmütigkeit beraten und beschlossen worden. Erste Schritte sind umgesetzt. Ich erwarte weiterhin zumindest eine grundsätzliche Unterstützung durch Politik und Verwaltung. Evtl. könnten kleinere Mittel für umweltfördernde Maßnahmen bereitgestellt werden (Renaturierung Wasserläufe, Teiche, Abgrenzung zur freien Landschaft usw.)
4. Entwicklung des NSG Muckenbruch (5.) Das Muckenbruch ist seit 2003 als NSG ausgewiesen. Der Kreis Soest hat aber nach Aussagen von Frau Rennebaum (ULB) nahezu keine Mittel, die Pflege und vor allem Entwicklung dieses Raumes, der im Kern auch ein FFH-Gebiet ist, voran zu treiben. Auch die Möglichkeiten der Stadt sind nach den Sachstandsberichten begrenzt. Für 2011 erwarte ich die Durchführung der Ausgleichsmaßnahme für das Neubaugebiet Im Westerfeld II (Ausbaggern einer Altabgrabungsfläche) und die Durchtrennung des Mittelweges, um den inneren Bereich des Muckenbruchs weiter ruhig zu stellen.
5. Entwicklungskonzept Erwitter Bruch (2.) und Fußweg entlang des Mühlenbaches (8., von Herrn Beste schon 2001 vorgetragen) Das von Herrn Bölte auf der Basis der Orientierung am Urkataster und den Wünschen der Anlieger überarbeitete Konzept sollte zeitnah mit den Anliegern und dem Fachausschuss erörtert und sukzessive umgesetzt werden. Ich erinnere den Bürgermeister weiterhin daran, dass er in der Bürgerversammlung am 19.5. 2010 eine Verwirklichung deutlich vor dem Jahr 2020 in Aussicht gestellt hat. Ergänzend zu dem Plan von Herrn Bölte sollte auch das Fuß- und Radwegenetz mit dem Alten Lipper Weg bzw. dem Solering verbunden werden.
6. Entwicklung eines neuen Baugebietes (2.) Hier sagt der Haushaltsplan: „Da im Siedlungsschwerpunkt Bad Westernkotten kontinuierlich städt. Grundstücke angeboten werden sollen, soll in 2011 die Erschließung und Vermarktung des Baugebietes [Westernfeld II] beginnen“ [Abschnitt VI b, S. 141]. Hier hat die Verwaltung im Sachstandsbericht/Protokoll zur letzten OV-Besprechung noch vor den Sommerferien 2011 einen Bebauungsplanentwurf und eine Kalkulation zu erstellen, um Gespräche mit den Grundstückseigentümern zu führen. Es ist, wie beabsichtigt, anzustreben, den Aufstellungsbeschluss im Herbst 2011 zu fassen.
7. Sukzessive Umwandlung bestimmter Beete und Verbesserung der Beetpflege (1.) Ich warte dringend auf das Konzept von Herrn Bölte. Dann sollten wir die Straßenbeete sukzessive und straßenweise angehen. Im Grundsatz ist auch eine gepflegte Rasen- oder Schotterrasenfläche als Beetersatz durchaus zu akzeptieren. Ich rege auch an, bestimmte Leistungen beim Schneiden der Beetpflanzen ggf. an Dritte zu vergeben. Wenn die Stadt selbst ihren Verpflichtungen bei der Beetpflege kaum nachkommt/nachkommen kann und fehlende Umsetzung der Verpflichtungen aus der Straßenreinigungssatzung durch die Bürger (Unkraut hacken, Müll entfernen) nicht sanktioniert wird, sinkt auch die Einsatzbereitschaft der bisher aktiven „Beetpfleger“.
8. Wiederherstellung des Fußweges von der Fredegrasstraße mit Anbindung an den Grasweg nördlich der Gärten Am Grüngürtel (1.) Der o. g. Fußweg (ca. 30 Meter!) ist seinerzeit an die Rückseite des Pfadfinderhauses verlegt worden (ungünstig, da nicht auffindbar!), als das Seniorenheim Tanneneck eine entsprechende Fläche von der Stadt hinzugepachtet hat. Das Seniorenheim besteht nun schon längere Zeit nicht mehr, die dort erstellten Doppelhäuser sind fertig. Die Anlegung des Fußweges würde ich mit bordeigenen Mitteln realisieren, die Finanzierung aus der OV-Pauschale.
9. Endgültiger Ausbau der Straße „Am Muckenbruch“ (1.) Diese Maßnahme ist im HH 2011 erfasst. Die Anliegerversammlung wird derzeit mit den Herren Jacobeit und Schütte terminiert. Ich bitte anschließend um zeitnahe Umsetzung.
10. Kein Verzicht auf den geplanten Fußweg von der Straße Alter Postweg bis zum Laarweg (1.) Der von bestimmten Anliegern im letzten PGA vorgetragene Antrag auf Verzicht verfolgt ausschließlich Eigeninteressen. Der Fußweg ist seit Jahrzehnten im B-Plan erfasst, der Grunderwerb durch Überlassung für die Stadt kostenfrei (bis auf die Vermessung), und die Verwirklichung des Weges werde ich mit örtlichen Kräften und Mitteln aus der OV-Pauschale realisieren. Es kann nicht sein, dass Individualinteressen vor Interessen der Gemeinschaft gestellt werden. Das wäre ein fatales Zeichen!
Insgesamt möchte ich noch zwei Bemerkungen machen: a) Mit dem von mir angeregten und 2009 erstmals eingeführten Ortsvorsteher-Budget konnte bereits viel Gutes für den Ort erreicht werden b) Wir werden in Bad Westernkotten das Bürgerengagement weiter großschreiben. Hier sind wir nach meiner Ansicht auf einem sehr guten Wege. Vieles ist wirklich nur noch im engen Zusammenwirken von Bürgerschaft und Stadt zu erreichen. Abschließend möchte ich mich – wie alle Jahre, aber darum nicht weniger herzlich - bei allen Verwaltungsmitarbeitern bedanken, vor allem aber beim Baubetriebshof. Gerade die Truppe um Werner Eickmann und Thomas Schulte ist immer wieder ansprechbar, wenn es darum geht, unbürokratisch zu helfen. Ich bitte, den Dank an alle Mitarbeiter weiter zu geben.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Marcus |
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